Lavendel

Kurzbeschreibung von Lavendel

Botanische Bezeichnung: Lavandula angustifolia

Steckbrief: Als mehrjähriges Duftkraut gehört der aromatische Lavendel in die Pflanzenfamilie der Lippenblütler, wächst eher buschig heran und wird um die 60 Zentimeter hoch. Er zeigt sich mit graugrünen, spitzen Blättern, ist immergrün und entzückt mit seinen strahlend violetten Blüten. Lavendel gedeiht am besten an sonnigen Plätzen und sollte, da der Wurzelballen sehr schnell fault, nur sparsam gewässert werden. Er lässt sich ausgezeichnet im Freiland wie auch im Topf anbauen, muss aber in jedem Fall jeweils vor dem Austrieb und nach seiner Blüte zurückgeschnitten werden. Neben Rosen gepflanzt, sorgt der Lavendel dafür, dass Läuse und Ameisen aus der Nachbarschaft zurückgehalten werden. Geerntet wird diese eher anspruchslose Pflanze zwischen Juni und September. Die jungen Triebe und Blüten werden dabei hauptsächlich als Arzneidroge verwendet, da sie mindestens 1,3 Prozent an ätherischen Ölen, bestehend aus Campher, Linalool und Cineol, enthalten.

Werbung

Der Lavendel im Überblick

Volksnamen:Balsam, Hirnkraut, Nervenkräutlein, Schwindelkraut, Zitterblümchen, Römischer Thymian
Drogenname:Lavandulae flos, aetheroleum
Pflanzenart - Höhe:Lippenblütler (Lamiaceae), mehrjährig, bis 50 cm
Boden und Standort:wasserdurchlässiger Boden, Sonne
Vermehrung:Stecklinge vom halbreifem Holz im August
Blütezeit:Juli bis August
Sammelzeit:sobald die Blüten sich öffnen
verwendete Teile:Blüten
Inhaltsstoffe:Lavanulol, Geraniol, Nerol, Bornoel, Cineol, Linalylacetat, Linalool, ätherisches Öl, Kampfer, Harz, Gerbstoffe, Cumarin, Ursolsäure, Flavonoide
Eigenschaften:beruhigend, schlaffördernd, krampflösend, durchblutend, desinfizierend
Bezugsquelle:Rosablühender Lavendel 'Loddon Pink'

Der Name des Lavendels stammt aus dem lateinischen Wort „lavare“, was frei übersetzt so viel wie „waschen“ bedeutet. Bereits die Hausfrauen im alten Rom sollen das Kraut genutzt haben, um der gewaschenen Wäsche beizulegen oder ihre Kleidung mit Lavendelessenz zu besprühen. Man nutzte den frischen, angenehm sauberen Geruch aber auch, um Insekten und Motten möglichst fernzuhalten. Hilfreich war und ist sogar heute noch, ein Säckchen mit selbst geernteten Lavendelblüten im Kleiderschrank zu deponieren. Lavendel wurde damals aber auch recht gerne in den berühmten römischen Bädern benutzt. Als Öl oder Essenz dem Badewasser beigegeben, wurde Lavendel beispielsweise bei rituellen Waschungen eingesetzt.

Dass Lavendelduft eine stabile und beruhigende Wirkung auf den menschlichen Körper ausübt, ist schon seit einigen Jahrtausenden bekannt. So haben sich die römischen Soldaten während ihrer Feldzüge des Lavendels bedient, um sich in schwierigen Situationen zu beruhigen und neuen Mut zu schöpfen.

Lavendel Massageöl: Einem beliebigen Basisöl, beispielsweise Mandelöl, werden ca. 10 Tropfen Lavendelöl (zusätzlich je nach Geschmack) 2 Tropfen Rosmarinessenz beigegeben.

Lavendelbad: Hierfür werden 10 Tropfen Lavendelöl mit je 5 Tropfen Ylang-Ylang-Öl und etwas Orangenöl vermischt. Im Ergebnis entsteht ein wunderbar belebender aber auch entspannender, ausgleichender Zusatz für ein Badeerlebnis der besonderen Art.

Dank seiner bemerkenswerten Hautverträglichkeit lässt sich der Lavendel als beruhigendes Gesichtswasser verarbeiten. Er ist optimal bei etwas fettiger Haut, da Lavendel hier Poren verfeinernd wirkt.

Lavendel Gesichtswasser: 50 ml Lavendelhydrolat aus der Apotheke werden zusammen mit 10 ml Weingeist und zwischen zwei bis vier Tropfen Lavendelöl vermischt. Diese milde Mixtur kann vor der morgendlichen Körperpflege mit einem Wattebausch direkt auf dem Gesicht aufgetragen werden.