Currykraut

Kurzbeschreibung von Currykraut

Botanische Bezeichnung: Helicrysum italicum/angustifolium

Steckbrief: Currykraut, der Halbstrauch mit den markanten gelben Blütenbüscheln und silbrig-grünen Blättern ist ein bekannter Vertreter aus der Pflanzengruppe der Korbblütler. Es liebt lockeren, durchlässigen Gartenboden und wenn es mit einem sonnigen Standort klappt, werden die Pflanzen zwischen 40 und 60 Zentimeter groß. Currykraut wächst, wenn es nicht zu üppig gegossen wird, auch auf der Fensterbank im Topf, muss aber, wenn es im Garten großgezogen wird, unbedingt vor Minusgraden geschützt werden. Die Erntezeit dauert von Juni bis in den August hinein. Im Interesse eines kräftigen Wachstums sollte Currykraut allerdings gleich nach der Blüte zurückgeschnitten werden. Ursprünglich kommt es aus dem Mittelmeerraum, hat sich aber inzwischen den klimatischen Verhältnissen in mitteleuropäischen Gärten weitestgehend angepasst. Obwohl das Currykraut nur einen geringen Anteil an ätherischen Ölen besitzt, hat es einen sehr aromatischen Duft und erinnert stark an die indischen Currymischungen, sodass es gerne als Würzmittel für deftige Gemüse- und Fleischspeisen verwendet wird.

Das Currykraut im Überblick

Weitere Namen:Immortelle, italienische Strohblume
Aussaat bzw. Pflanzzeit:Februar bis März
Blütezeit:Juni bis September
Erntezeit:ganzjährig
Standortbedingungen:nährstoffarme und sandige Böden, wenig Dünger und viel Sonne
Anwendung in der Küche:Rindfleisch, Paella, Hühnchen und Reisgerichte
Anwendung in der Medizin:Stress, Unruhe, Hautbeschwerden, Wundheilung
Bezugsquellen:Blu Bio-Currykraut Topf-Ø ca. 12 cm Helichrysum

Da die Blätter des Currykrauts schwer bekömmlich sind, nutzt man zum Kochen ein dünnes Zweiglein der Pflanze, das vor dem Servieren wieder entfernt wird. Außer seinen Eigenschaften als Duftpflanze und Geschmacksverstärker wird das Kraut auch als Heilpflanze geschätzt. Im Kraut aber auch in den Blüten lässt sich durch Wasserdampfdestillation das Immortelle-Öl gewinnen, das bei Prellungen, Blutergüssen und kleineren Verletzungen sehr gut hilft. Darüber hinaus stimuliert es die Leberfunktionen, wirkt entzündungshemmend und hilft gegen zu auffällige Narbenbildung nach offenen Wunden. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind Krampfadern und die Stärkung der Gefäßwände. Die Venen stabilisierende Wirkung des Currykrauts ist nach langen Wanderungen besonders wohltuend, wenn damit zwischendurch die Beine oder Druckstellen an den Füßen behandelt werden. Beachtet werden muss unbedingt, dass dieses Öl nur äußerlich angewendet werden darf, da es ansonsten zu ernsten Vergiftungserscheinungen kommen könnte.

Currykraut als Gesamtblütenstand von oben mit vielen Blütenkörbchen.

Dennoch: Einen Tee aus Currykraut dürfen Sie sich mit ruhigem Gewissen schmecken lassen, Sie können es bei einem Bad mit ins Wasser geben oder die arg strapazierte Haut damit einreiben. Durch die darin enthaltenen Gerbstoffe wirkt Currykraut adstringierend sowie antibakteriell und hat damit bei Akne oder fettiger Haut eine heilende Wirkung.

Für den Currykrauttee verfahren Sie folgendermaßen: Fünf Gramm Currykraut (Blätter) pro Tasse mit kochendem Wasser übergießen und ca. sieben bis zehn Minuten ziehen lassen.

Foto Currykraut von Júlio ReisEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link