Basilikum

Kurzbeschreibung von Basilikum

Botanische Bezeichnung: Ocimum basilicum

Steckbrief: Beide Arten, also das klein- sowie das großblättrige Basilikum gehören botanisch gesehen in die Familie der Lippenblütler. Während die kleinblättrige Art des feurig-würzig duftenden Basilikums eher buschförmig wächst und mit einem sehr feinen Aroma geprägt ist, wächst das Großblättrige zwar bedeutend schneller und wirkt dazu noch kräftiger, ist aber vom Geschmack her merklich weniger intensiv. Die weißblütigen Duftpflanzen erreichen eine Höhe um die 50 cm, gedeihen auch im Topf problemlos, benötigen aber unbedingt einen sonnigen Standort, der regelmäßig gewässert wird. Gute Nachbar im Garten sind Gurken und Tomaten, die sich auch gegenseitig positiv beeinflussen. Basilikum gehört zu den einjährigen Pflanzen und kann bei guter Pflege zwischen Juni und September geerntet werden. Es ist reich an ätherischen Ölen (0,1 bis 1,5 Prozent), die Hauptkomponenten sind Eugenol, Linalool und Methylchavicol. Basilikum wir hauptsächlich als Küchenkraut verwendet – im Sommer frisch, im Winter entsprechend getrocknet – und findet sich als Beigabe zu Mozzarella, Tomaten, im Pesto zu Spaghetti und in vielen anderen Gerichten der italienischen Küche wieder.

Das Basilikum im Überblick

Volksnamen:Bienenkraut, Basilienkraut, Königskraut, Königsbalsam, Pfefferkraut, Krampfkrautl
Botanischer und Drogennamen:Ocimum basilicum, Basilici herba
Pflanzenart und Höhe:Lippenblütler (Lamiaceae), einjährig, 60 bis 90 cm
Boden und Standort:nährstoffreicher Boden, volle Sonne, Basilikum gedeiht ausgezeichnet in Nachbarschaft von Tomaten
Aussaat:Samen vorziehen und ab Mitte Mai ins Freiland umsetzen, Basilikum gehört zu den Lichtkeimern
Vermehrung:einfach über eigene Stecklinge, nach der Anzucht und dem Pikieren mehrere Pflanzen zusammensetzen (einzeln meist zu schwach),
Blütezeit:Ende Juni bis September
Sammelzeit:kurz vor der Blüte
Verwendete Teile:das gesamte Kraut
Inhaltsstoffe:ätherische Öle, Kampfer, Lineol, Gerbstoffe, Glycosid
Bezugsquelle:Blu Bio-Pesto Basilikum Topf-Ø ca. 12 cm Ocimum

Seinen Ursprung hat das Basilikum eigentlich in Indien, wo man es Tulsi bzw. Tulasi nennt und als heilige Pflanze verehrt wird. Noch heute stellt man dort die traditionellen Gebetsketten aus den festen Stielen und den Samen her, weil die Hindus davon ausgehen, dass Basilikum eine heilende wie auch schützende sowie spirituelle Wirkung hat, die dem Träger dieses Schmucks von Nutzen sein würde. Als Heilpflanze ist Basilikum dort schon über 3.000 Jahre bekannt und man setzt das Kraut auch heute noch bei Schlangenbissen und selbst gegen Malaria ein. Darüber hinaus ist Basilikum bei den Indern als Mittel gegen Verstopfung und Durchfall sowie bei Hautproblemen, Erkältungen und Würmern äußerst beliebt.

Basilikum schmeckt nicht nur in jedem Salat, sondern gibt auch der Pizza einen echten Geschmackskick.

Im alten Ägypten legte man den Toten Kränze aus Basilikum mit in das Grab, da der intensive Geruch vor Dämonen schützen würde, die sich dem Körper und der Seele bemächtigen könnten. Anhand von Keilschrift-Tontafeln fand man heraus, dass zu Zeiten des sumerischen Königs Assurbanipal (669 bis 627 v. Chr.) Basilikum auf die ersten medizinischen Rezepte geschrieben wurde. Und einige Jahrhunderte weiter fand sich bereits das erste Rezept für einen süffigen Wein aus Basilikum und das ging so:

Man erwärme 0,75 Liter Rotwein mit drei Esslöffeln getrockneten oder sechs Esslöffel frischen Basilikumblättern, achte aber darauf, dass der Wein nicht kocht. Nach 20-minütigem Ziehen werden drei Esslöffel Akazienhonig eingerührt und das Ganze mit Zimt abgeschmeckt.

Für alle anderen Heilwirkungen für die Basilikum bekannt ist, kocht man am besten einen traditionellen Tee aus den frischen Blättern der Pflanze.