Wacholder im Garten
Beerenobst,  Wacholderbeeren

Zeit zum Wacholderbeeren pflanzen

Dieses immergrüne Zypressengewächs Wacholderbeere darf einfach nicht fehlen, ist sie nicht nur allein eine Zierpflanze, sondern ebenso eine Gewürz- und Heilpflanze. Nun ist es hier im Norden wirklich die letzte Zeit für Pflanzungen. Es gibt zwischen 50-70 verschiedene Arten. Wer die Qual hat, hat die Wahl oder umgekehrt. Wir haben uns auf die in Europa in freier Natur stehenden Wacholderbeeren der Heide Juniperus communis Hibernica als männliches Heidegewächs und die Juniperus communis Suecica als weibliche Wacholderbeere konzentriert. Es ist ein wunderschöner Anblick, gerade jetzt im Herbst, wenn zwei Sorten das Immergrün ausstrahlen und für die Befruchtung sorgen, damit im nächsten Jahr geschmackvolle Wacholderbeeren entstehen.

Warum zwei Zypressengewächse im Beerenobstgarten?

Diese beiden Zypressengewächse im Beerenobstgarten gehören wie die anderen Beerenobstsorten einfach hier in der Lüneburger Heide dazu. Würden wir ein Wacholdergewächs allein bepflanzen, könnte keine Bestäubung erfolgen und die Gewächse würden leer aussehen, ohne Wacholderbeeren, die jedoch sehr wichtig sind. Als Hecken oder Sichtschutz eignen sie sich nicht besonders gut, wir achten da schon auf einen gewissen Abstand. Die Beeren des Wacholders sind übrigens köstlich bei vielen Gerichten in der guten alten bürgerlichen Küche anzuwenden. Als Heilmittel genießen die Wacholderbeeren in unserem Beerenobstgarten einen hohen Stellenwert. Schon allein deshalb ist es unumgänglich, zwei Zypressen anzubauen. Die Wacholderbeere darf also nicht im Beerenobstgarten fehlen und bitte männlichen und weiblichen Wacholder anbauen.

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Die Pflanzenbeschreibung unserer Wacholderbeeren

Damit ein erster Eindruck entsteht, wie die immergrünen Gewächse Juniperus communis Hibernica als männliches und die Juniperus communis Suecica als weibliche Wacholderbeere beschaffen ist, möchten wir einen ersten Eindruck hinterlassen.

 

Dieses Jahr neu – einjähriger Wacholder im Garten, dem es bei den tropischen Temperaturen des Sommers nicht immer gut ging.

Der männliche Wacholder ist eher säulenartig und erreicht eine Höhe von etwa 4 Metern. Gerade vor der Weihnachtszeit besticht er mit nadligen Zweigen, die nur leicht stechen und keine größeren Wunden beim Sortieren und Pflegen hinterlassen. Die Wuchsbreite sollte einen Platz zwischen 1-1,20 m Breite beinhalten, schließlich will er sich in all seiner Schönheit entfalten. Das Wurzelsystem ist recht tiefgehend wie bei der weiblichen Wacholderbeere. Im Juni entfaltet die Juniperus communis Hibernica wundervolle, fast unscheinbare Blüten, die einen bezaubernden Duft von sich geben. Die Blattfarbe reicht vom Bläulichen ins Grüne, manchmal, wenn es zu viel Regen oder Dürre gibt, kann es passieren, dass sie eine Ockerfarbe annehmen. Wir haben die Wacholderbeeren im Beerenobstgarten an einen sonnigen Standort gepflanzt, denn sie lieben nicht so viel Wasser wie andere Pflanzen und Sträucher. Der Boden sollte trocken sein und wenn es geht, Torf wie im Wald mit der Muttererde vermischen. Immerhin ist es ein Heidegewächs, dass seine schöne Vielfalt in Reihen und mit günstigen Bodenbeschaffenheiten nicht nur zu einem immergrünen Hingucker macht.

Der ursprünglich aus Schweden stammende Juniperus communis Suecia wächst wie eine Säule in die Höhe und erreicht in etwa 5 Meter. Sogar hier muss bei der Bepflanzung beachtet werden, dass ein Zwischenraum von 1-1,50 Meter eingehalten wird. Die blau- bis hellgrünen Nadeln entzücken nicht nur uns. Wenn erst die Beerenzapfen in ihrer Vollernte kugelige und schwarzbraune Wacholderbeeren zeigen, ist das Glück im Beerenobstgarten perfekt. Der weibliche Charme lässt bei dieser Wacholderbeere nichts aus und überzeugt zunächst mit einem starken sowie angenehmen Nadelduft. Bevor das passiert, benötigt die weibliche Wacholderbeere keine besonderen Ansprüche an den Boden, selbst sandige sind ihr willkommen. Ein sonniger und trockener Boden ist jedoch gefragt und unabdingbar. Die Winterhärte ist genauso wie bei der männlichen Wacholderbeere einzigartig.

Die Heilkraft der Wacholderbeeren

Die Wacholderbeeren, wenn sie denn reif sind, haben eine antibakterielle, blutreinigende und harntreibende Wirkung. Besonders eingesetzt werden die Beeren bei Gicht und Rheuma sowie bei Diabetes, Stoffwechsel- und Verdauungsstörungen. Besonders angewandt werden nicht nur die Beeren, ebenso die Wurzeln, Nadeln, Triebspitzen und das Holz sind in der Heilkunde sehr gut bewährt. Dazu müssen wir wissen, wann die Sammelzeit ist und was wir daraus machen können. Ein bisschen Übung und einige Kenntnisse sind Voraussetzungen, um Salben, Tinkturen und andere Heilsorten herstellen zu können. Von April an bis in den Juli hinein können wir die Wacholderbeeren mit ihrer Heilkraft bewundern und anrichten. Verblüffend sind die Inhaltsstoffe wie das ätherische Öl, Zink, Mangan, Betulin, Flavone, Gerbstoffe, Phosphor, Harz, Kampfer, Zitronensäure, Terpineol und viele weitere dieses kleinen Beerenobstes, in denen so viel Heilkraft steckt, sodass kaum ein anderes Rezept sinnvoller wäre als ein Wacholderbaum aus der Natur. Natürlich bleibt bei schweren Leiden der Weg zum Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker nicht aus. Dennoch ist es ein erster Schritt, um prophylaktisch Menschen zu helfen oder einfach nur zu genießen.

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