Mediterraner Garten

Der würzige Olivenbaum

Ein würziger Olivenbaum darf in unserem Beerenobstgarten nicht fehlen. Er ist voller Früchte und wertvollem Pflanzenöl und somit für jeden Menschen eine Bereicherung. Es ist zwar ein mediterraner Baum, der sehr viel Pflege und Liebe erfordert, dafür gibt dieser würzige Olivenbaum sehr viel an uns zurück für die Heilung und Stärkung und natürlich auch, wie kann es anders sein, zum Verzehr so mancher leckeren Speisen. Seit dem 4. Jahrtausend vor Christus ist dieser würzige Olivenbaum bereits als Nutzpflanze bekannt.

Worauf beim Olivenbaum zu achten ist

Der Olivenbaum, Olea europaea, ist ein echter Olivenbaum aus der Familie der Ölbaumgewächse. Es gibt verschiedene Sorten. Wir bevorzugen die grünen Oliven, die ohnehin allseits bekannt sein dürfte. Der Olivenbaum ist weit verzweigt und zeigt sich das ganze Jahr über immergrün. Bis zu 20 Metern kann er am richtigen Standort in die Höhe sprießen. Die etwas kantigen Zweige des würzigen Olivenbaums sollten uns nicht davon abhalten, ihn in unserem Garten zu kultivieren. Grüngrau und glatt ist die Rinde am jungen würzigen Olivenbaum, die im Alter dann zu einer rissigen Borke werden kann. Dafür braucht es allerdings viele Jahre.

Die Olivenbäume sollten in jungen Jahren gut beschnitten werden, um eine erfolgreiche Ernte zu bekommen. Der Wuchs hängt von der Beschaffenheit des Bodens und des Klimas ab. Ein lockerer Boden wäre für den würzigen Olivenbaum von Vorteil, kann er sich darin doch schnell ein verzweigtes Netzwerk schaffen. Bauen wir nur einen würzigen Olivenbaum an, erreicht dieser eine Tiefe eines Meters.

Das Besondere an dem Olivenbaum ist die Blattgestaltung. Sie ist immergrün und zu keiner Jahreszeit laubabwerfend. Die kleinen Blätter sind in ihrem Stiel sehr gut geortet. Der Blattstiel ist zunächst sehr klein, etwa 2-5 Millimeter reichen ihm aus, um lanzettliche, epileptisch und eiförmige Blätter in ihrem herrlichen Grün zu tragen. Während die Oberseite der Blätter eher graugrün erscheint, belegen silbrig glänzende Farben die Unterseite. Kleine Sternhaare sind mit dabei, die jene Wasserabgabe des würzigen Olivenbaumes verhindern. Aus den Spaltöffnungen erfolgt die Diffusion des Wasserdampfs.

Viele kleine, wunderschön gelbe Blüten an einem immergrünen Bäumchen – das ist echtes mediterranes Flair.

Besonders beachtenswert sind die Blüten. Wir erfreuen uns jedes Jahr an den rispigen Blütenständen mit voller Pracht bis zu 40 Blüten. Von Ende April bis in den Juli hinein faszinieren uns die vierzähligen Blüten mit ihrer doppelten Blütenhülle sowie in weißen bis gelbliche Kronblätter. Worauf besonders beim würzigen Olivenbaum geachtet werden muss, sind die Trocken- und Nährstoffverhältnisse. Kommt es zu einem Nährstoffmangel und zu einer zu hohen Trockenheit, wird dieser schöne Olivenbaum eine nur sehr magere Ernte bringen.

Die Olive, die auch als Steinfrucht bezeichnet wird, ist fast kugelich und von einem nährstoffreichen Fruchtfleisch gefüllt. Die grünen Oliven sind recht bitter im Geschmack, sodass sie im rohen Zustand kaum genießbar sind. Aus diesem Grund legen wir sie immer in gering gehaltenes Salzwasser ein, wobei die Bitterstoffe ausgeschwemmt werden. Das Olivenöl hingegen wird aus den rohen Früchten gepresst. Legen wir die Oliven in Öl ein, haben wir eine lange Haltbarkeit. Das ist allein deshalb wichtig, weil die Oliven im zweijährigen Rhythmus ihre besten Erträge zeigen.
Der Olivenbaum benötigt eine Wärmetemperatur von 15 bis 21 Grad und nur eine geringe Wassermenge. In unseren nördlichen Breiten wäre es sehr gut, den würzigen Olivenbaum draußen mit Basttüten abzudecken oder im Wintergarten, falls vorhanden, überwintern zu lassen. Auf der Terrasse oder in der Wohnung gedeiht der würzige Olivenbaum natürlich bei liebevoller Pflege auch. Der Olivenbaum verträgt hohe Hitzegrade, jedoch keinen Frost. Das ist bei mediterranen Pflanzen üblich, doch sollten wir uns beim Klimawandel darauf einstellen, dass ein solcher würziger Olivenbaum auch demnächst in vielen unseren Gärten vorzufinden sein wird.

Fast reifen Früchte an einem Olivenbäumchen.

Die Inhaltsstoffe der Olive gegen Krankheiten

Besonders die Öle des würzigen Ölbaums sind gesundheitsfördernd und ein sehr gutes Mittel gegen Hautunreinheiten. Verarbeitet in Cremes und Lotionen hat auch hier Mutter Natur uns ein sehr heilsames Mittel zur Verfügung gestellt. Selbst als Bachblüte ist die Olive sehr bekannt. Die Inhaltsstoffe in den Blättern und Früchten sind sehr vielzählig und beinhalten Bitterstoffe, ungesättigte Fettsäuren, Oleocanthal und fette Öle. Bei Hauterkrankungen, Ekzemen, Leberleiden, Verstopfungen, Bluthochdruck, Gallensteinen sowie Neurodermitis wäre es vorteilhaft, den Verzehr der eingelegten Oliven zu versuchen. Im Herbst ist die Sammelzeit. Da werden die Blätter, Früchte und Öle gewonnen und zubereitet. Die Oliven sind wahrhaftig gesund und nicht nur für die gute Küche gedacht. Sie wirken auf jeden Fall stärkend, entzündungshemmend und verdauungsfördernd. Das allein sind schon Kriterien, um einen würzigen Olivenbaum im Garten anzubauen. Wegen der Selbstbestäubung sind zwei Bäume rentabler.

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