Garten im Herbst,  Gärtnern nach Jahreszeiten

Was ist im September im Garten zu tun?

Nachdem uns die Sommerhitze ziemlich stark eingeholt hat und der September in all seiner Vielfältigkeit und auch Schönheit vor der Türe steht, stellen wir alle uns nun die Frage: Was ist im September im Garten zu tun? Da wird eine Menge an Arbeit und Spaß anfallen. Von der Pflanzenpflege, der Beschneidung, der neuen Gartengestaltung bis hin zur Kompostierung wird es in den nächsten Tagen und Wochen nicht langweilig im September Garten.

Der Herbst naht mit schnellen Schritten

Es ist eine schöne Jahreszeit: Der Herbst, selbst wenn wir uns von der Hitzewelle noch nicht richtig erholt haben. Das Laub blinkt in den schönsten Farben, die Spinnennetze weben sich weit aus, noch vorhandene Fruchtstände lassen sich von dem Tau nicht beirren. Trotz aller Vielfältigkeit geht es nun an arbeitsreiche Wochen. Der Herbst naht mit schnellen Schritten im Garten des Monats September. Es wird geerntet, gelagert, verarbeitet, konserviert und neue Beete angelegt. Blumenzwiebeln, Sträucher und Stauden sehnen sich nach einem neuen Platz der Erholung. Die Haupterntezeit für Kernobst steht auf dem Programm.

Von wegen „Spinne am Morgen bringt Kummer und Sorgen“. Auch diese Insekten haben im Naturgarten durchaus ihre Daseinsberechtigung.

Laub, Pflanzenreste und Unkraut

Abgeerntete Beete, Gras, Laub und Unkraut sowie abgeschnittene Gehölze mehren sich. Wohin damit, wenn der Komposthaufen bereits so voll ist, dass nichts mehr rein geht? Es empfiehlt sich, Hochbeete oder Hügelbeete anzulegen. Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht. Dieser gesamte Rest der Natur wurde zurück an sie gegeben und in den Hochbeeten beispielsweise waren und sie sie unerkennbar. Hochbeete erleichtern das Gärtnern auf jeden Fall. Hübsch dekoriert ersparen sie mir zudem im nächsten Jahr nicht nur das Bücken, sondern auch den Abtransport von Gartenresten. Die Kompostierung ist natürlich ebenso wichtig. Alles sollte gut vermischt werden. Kranke Pflanzen und Unkraut mit Restsamenbeständen gehören nicht auf den Kompost, auf die Hügelbeete oder ins Hochbeet.

Wie wichtig ist der Obstgarten im September

Besonders auffällig sind das Kernobst und die Brombeeren, die noch im September geerntet werden können. Sie sollten schwarz gereift sein. Ist das nicht der Fall und die Brombeere verbleibt im rötlichen Antlitz, so ist das ein Zeichen für die Gallmilbe. Diese Brombeeren sollten entsorgt werden. Ein Rückschnitt wäre genauso empfehlenswert, damit sich die Brombeere für das nächste Jahr erholen kann. Ist sie dennoch stark befallen, wird sie mit einem Rapsölpräparat bespritzt. Die Johannisbeeren können mit ihren recht langen Trieben im September gut vermehrt werden. Das ist recht einfach, in dem die Triebe entblättert und mit mindestens fünf Augen in humosen Boden gesteckt werden.

Erste Ente bei Thaibeeren
Das war eine Premiere im Garten. Die einjährige Thaibeere hat bereits im ersten Standjahr einige wundervolle Früchte getragen.

Die Pflückreife bei Kernobst steht noch aus. Sie sollte leicht angehoben und durch das Drehen der Früchte erfolgen. Alle Sorten reifen natürlich nicht gleichzeitig, also kann der September auch etwas länger mit dem Pflücken von Kernobst verweilen. Damit sich Krankheiten durch Schädlinge nicht weiter ausbreiten, muss das Fallobst möglichst schnell entfernt werden. Tun wir das nicht, wird die Raupe uns mit zahlreichen Eiern überraschen und neue Raupen entstehen, die eine Fäule des Obstes bewirken. Faulendes Obst sollte möglichst nicht kompostiert werden, es gehört einfach in eine Biotonne. selbst vermehren

Gemüse und Ziergarten im September

Unsere Tomaten sind recht hochgewachsen und der Haupttrieb muss gekappt werden. Tun wir es nicht, werden sich neue Blüten bilden, die nicht mehr zur Fruchtreife gedeihen werden. Belassen wir das und achten nicht darauf, werden viele Nährstoffe verloren gehen. Sind die Tomaten noch grün und das Wetter spielt im September nicht mehr so sonnig mit, habe ich die grünen Tomaten immer in meiner Küche vor dem Fensterbrett nachreifen lassen. Die Mindesttemperaturen von 15-21 Grad sind hier auf jeden Fall vorgegeben. Chili und Paprika machen nicht so viel Probleme. Sie reifen im September noch wunderbar. Sie sollten möglichst schnell haltbar gemacht oder verwertet werden. Ähnlich sieht es mit den Gurken aus. Hier muss nun ordentlich aussortiert werden. Gelbe oder befallene Blätter gehören nun nicht mehr in die Gurkenanlage, selbst die noch entstandenen Blüten entziehen der Gurke zu viel Energie. Von einer Gurkenpflanze habe ich bisher 9 große Gurken geerntet und es blüht weiterhin.

Die Gurkenernte hat sich in diesem Jahr auf alle Fälle gelohnt und da kann selbst die wochenlange Gluthitze nichts dran ändern.

Im September muss ich auch an die Gemüseaussaaten im Garten denken. Bis Mitte September sollte das spätestens getan werden, damit noch mal recht spät Feldsalat, Radieschen und andere geeignete Sorten entstehen. Bei den Zierpflanzen lassen sich zweijährige Pflanzensamen ausstreuen. Dahlien sollten möglichst angebunden werden bevor der Sturm kommt. Es werden weiterhin Stauden und Gehölze gepflanzt sowie Blumenzwiebeln in den Garten eingebracht. Selbst der Rasen sollte nochmals vertikutiert und mit gutem organischem Dünger versorgt werden.

Wintervorsorge im September Garten

Bis Ende September sieht es im Garten nicht mehr so bunt und taufrisch aus und ich merke meist recht schnell, wie es sich binnen weniger Tage abgekühlt hat. Ich pflanze Ende September nur noch die ausdauernden Herbstsaisonpflanzen wie Chrysanthemen. Zimmerpflanzen, die im Sommer rausgestellt wurden oder nicht so winterharte Pflanzen und Stauden kommen nun ins Wohnzimmer, in den Wintergarten oder auf die Terrasse. Hecken und Gehölze müssen Ende September auch noch beschnitten werden. Für meinen Sichtschutz muss ich noch so einiges machen, damit ich mich im nächsten Jahr in meinem Garten wohlfühlen und ohne lästige Nachbarn leben kann. Da eignet sich das Chinaschilf sehr gut, denn er wächst recht schnell bis zu Höhen von 300 cm heran. Ende September sollten in meinem Garten auch die nicht so winterfesten Rosen und andere empfindliche Pflanzen gut abgedeckt werden. Es gibt also sehr viel zu tun im September Garten. Wollen wir hoffen, dass jeder Herbsttag ein schöner wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.