Beerenobst,  Heidelbeeren

Doch noch Platz für Heidelbeerenpflanzen

Zwar wurde der Rasen erst im letzten Jahr neu angelegt, aber von der Gleichmäßigkeit seines Wuchses und der Optik insgesamt, ließ das neue Grün doch sehr zu wünschen übrig. Das Mähen war auch recht schwierig, da der kleine Begrenzungszaun immer irgendwie gestört hatte. Also nochmals ran an den Spaten und dann war der gut sechs Meter lange Streifen auch schon innerhalb von zwei Stunden fix und fertig umgegraben. Irgendwie hatte es mich doch gejuckt, noch einige andere Heidelbeersorten anzuschaffen und da kam mir das Aktionsangebot von Eggert Baumschulen, auf das ich am 16. Mai zufällig gestoßen war, gerade recht.

Kulturheidelbeeren in vier Sorten für 19,95 €

Das sollte meine erste Bestellung beim Pflanzenversand aus Vaale sein, von dem ich bisher nur Gutes gehört habe. Und eine gute Woche später ist das Paket dann auch hier eingetroffen – alles akkurat und so verpackt, dass es bei den Pflanzen auch nicht die kleinste Beschädigung gab.

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Günstiges Heidelbeerpflanzen-Bundle im Viererpack, dahinter eine Aroniabeere sowie eine Blaue Weintraube „Muscat Bleu“

Statt viel Pappe und Papier, war der Hauptdämmstoff im Eggert-Paket jede Menge Stroh, was ich dann später sicherlich gut gebrauchen kann, wenn der Wurzelbereich bei den Erdbeeren und Tomaten gegen zu viel Feuchtigkeit abgedeckt wird. Was gabs für 19,95 €? Auf alle Fälle eine ausgezeichnete Qualität der Pflanzen, die bereits gut gewachsen waren, kräftig gewurzelt hatten und kurz vor der Blüte standen. Das preiswerte Bundle bestand aus:

  • Kulturheidelbeere „Bluegold“: Wuchshöhe 100 bis 150 cm, süßaromatischer Geschmack, Pflückreife: Mitte Juli bis Mitte August;
  • Kulturheidelbeere „Darrow“: Wuchshöhe 120 bis 150 cm, süßer und weinartiger Geschmack, Pflückreife ab August;
  • Kulturheidelbeere „Emil“: Wuchshöhe ca. 75 cm, süßaromatischer Geschmack, Pflückreife: Juli bis Mitte August;
  • Kulturheidelbeere „North Country“: Wuchshöhe und -breite 75 bzw. 100 cm, angenehmer und süßsäuerlicher Geschmack, Pflückreife: vier Wochen ab Mitte Juli.

Also alles keine riesengroßen Sträucher, die daher aber ausgezeichnet an den kleinen Weg zum Hauseingang passen und bei unvermuteter Riesenernte an den flachen Zaun fixiert werden könnten.

Heidelbeeren im Moorkorb statt auf dem Moorbeet

Da ich auf dieser schmalen Fläche nicht wieder solch ein monumentales Moorbeet anlegen wollte und die Pflanzen ohnehin vergleichsweise kleinwüchsig bleiben werden, habe ich eine platzsparende Lösung für die Kultivierung gefunden. Sie wurden in mit Moorbeeterde gefüllte Kunststoffkörbe eingesetzt, die an den Böden Abflussbohrungen haben und im Umfang mit Teichfolie ausgeschlagen sind.

Pro Heidelbeerstrauch muss mit einer Füllmenge von 40 Litern saurer Moorbeeterde gerechnet werden.

Also mussten vorher lediglich 60 cm tiefe Gruben ausgehoben werden, in denen die fix und fertig eingepflanzten Sträucher nur noch hineinzusetzen waren. Das funktionierte auch ohne Komplikationen, zum Schluss brauchte nur noch etwas saure Erde auf den Wurzelbereich, ein Gießrand rundherum und fertig.

In die auf 70 cm tief ausgegrabenen Pflanzlöcher kam vor dem Einsetzen der Körbe erst noch eine 20 cm hohe Schicht mit Moorbeeterde, darunter gut 15 cm ein Gemisch aus gröberem Kies mit Muttererde.

Ich hoffe, dass es dadurch zu keinen oder nur geringen Auswaschungen der Moorbeeterde kommt und diese nur gelegentlich von Zeit zu Zeit aufgefüllt werden muss. Außerdem lassen sich die Heidelbeersträucher bei Bedarf wesentlich leichter sowie ohne die Pflanzen zu stressen, an einen anderen Standort umsetzen.

Das Einpflanzen haben Sie jedenfalls schon mal gut überstanden und eine hübsche Dekoration für den beinahe vollsonnigen Eingangsbereich ist diese Art der Kultivierung natürlich auch. Und wenn man der Anzahl der inzwischen sichtbaren Blüten glauben kann, wirds schon im ersten Standjahr eine tolle Naschobsternte.

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