Garten im Frühjahr,  Gärtnern nach Jahreszeiten

Mit Lust und Leidenschaft im Mai Gärtnern

Der Mai ist eines der wichtigsten Monate für unser Gärtnern. Mit Lust und Leidenschaft geht es an die Arbeit. Doch Vorsicht ist geboten, denn die Eisheiligen liegen zwischen dem 11. und 15. Mai je nach Klimalage noch auf der Tagesordnung. Danach können die frostempfindlichen Pflanzen endlich an die frische Luft. Unvorhersehbar ist allerdings bei dem Klimawandel, ob früher oder später die Eisheiligen eintreffen.

Was wir im Mai beim Obstbau tun können

Da gibt es eine ganze Menge im Mai zu tun, was wir nicht versäumen sollten. Das Obst sollte vor Maden geschützt werden. Besonders die Kirschfruchtfliege legt gerne ihre Eier ab und es beginnt die Gelbfärbung der Blätter und Früchte. Dazu kann man eine beleimte Gelbtafel um die Obstsorten stellen, an denen die Fruchtfliegen haften bleiben. Solche Fruchtfliegenfallen gibt es in jedem Gartenfachhandel, Baumärkten oder Jawoll zu kaufen.

Bei den Pflaumen besteht die Gefahr, wenn es bisher viel geregnet hat, dass die Fruchtknoten mit Pilzbefall aufwarten. Die Früchte sind infiziert und entwickeln sich schnell und haben dann keine Kerne mehr. Die Pflaumen sind zwar nicht giftig, dennoch recht geschmacklos und meist unbrauchbar. Damit der Pflaumenbaum ertragreich und gut belüftet wird, sollten schlechte Pflaumen oder abgefallene schnellstmöglich entgiftet werden und ein Baumschnitt erfolgen. Der Pflaumbaum allgemein sollte vor zu viel Regen geschützt werden.

Wie sieht es mit den Birnen aus? Auch hier sind Pilzkrankheiten in den letzten Jahren stark ausgebreitet gewesen. Wenn gelbrote Flecken sichtbar sind, sollte man schnell handeln und die beschädigten Triebe und Blätter entfernen. Ein Birnenrostgitter hilft, gute Erträge zu gewinnen. Die Birne sollte jedoch nicht in der Nähe eines Wacholderbaumes gepflanzt werden. Hier ist die Insektengefahr sehr groß.

Und der erste Versuch mit hängenden Erdbeeren stimmt mal schon recht optimistisch. Derzeitig sind die beiden, schon rot blühenden Pflanzen, noch unter einem schützenden Vordach untergebracht.

Das Gemüse im Mai

Mitte Mai sind keine Nachtfröste mehr zu erwarten und das ist gut für das Gemüse. Jetzt darf alles ins Freie, selbst die frostempfindlichen Pflanzen freuen sich über Sonne, Wind und Regen. Besonders wärmebedürftig sind die Gurken. Werden die Temperaturen allerdings so wie 2018, haben sie gute Überlebenschancen und werden erfolgreich und schmackhaft in den Folgemonaten geerntet.

Aufpassen müssen wir bei den Tomaten, sie sind recht anfällig für die Kraut- und Braunfäule. Tomaten und Gurken sollten nicht nebeneinander gepflanzt werden. Gegossen werden sollte generell bei diesen Gemüsesorten nur die Wurzel. Zunächst sollten die Tomaten im Mai, wenn sie ins Freiland kommen, auch überdacht werden. Dazu eignen sich Folienüberspannungen oder alte Klarsichttöpfe, in denen mal Tomaten geliefert wurden und die luftdurchlässig sind.

Auch die Kartoffel sollte im Hobby-Garten nicht neben der Tomate stehen. Der Pilz kann schon in der Kartoffelknolle überwintert haben und somit die Tomatenpflanzen anstecken. Was bei der Kartoffel wie auch bei der Tomate wichtig ist, dass der Standort nach wenigstens 2-3 Jahren gewechselt wird.

Glück gehabt, die Magnolie hat die etwas tieferen Temperaturen der letzten Tage offensichtlich ganz gut überstanden.

Der Zier- und Kräutergarten

Der Zier- und Kräutergarten zeigt sich bereits im Mai von einer besonders schönen Art. Die Frühjahrspracht ist herrlich anzusehen, duftet sehr schön und ist nicht nur bei uns, sondern auch bei den Vögeln sehr beliebt. Mein Thymian fängt zu blühen an und ich richte mich über ihn und atme diesen prachtvollen Duft ein. Das ist gut für die Nerven und gegen die Erkältungen aus dem Monat April. Auch die Kamille, das Lungenkraut, der Salbei, Liebstöckel und andere Kräuterarten zeigen sich voller Lebens- und Blühkraft. Um dieses Naturspektakel zu bewahren, müssen wir die alten Narzissen, verwelkten Tulpen und sonstige Frühblüher entfernen.

Die nächste Arbeit wartet schon: Kümmel, Fenchel und Thymian, ein Winterapfel “Granny Smith” und eine Rubus “Boysenbeere” – leider derzeitig mit 8 °C ein wenig zu kalt zum Einpflanzen.

Das erste Jäten im Mai beginnt, damit alle Pflanzen sich erholen und entwickeln können. In den Staudenbeeten öffnen sich die Blüten. Wer jetzt noch nichts ausgesät hat, sollte es im Mai nachholen. Einfach jäten, harken, gezielte Linien einrichten, auf die das Saatgut erscheint, ein wenig Erde darüber machen und wässern. Knollen für den Spätsommer wie Dalien, Gladiolen oder sonstige schöne Spätsommer- und Herbstblüher kann man bequem nach den Eisheiligen in die Erde bringen. Wir haben Spaß im Mai beim Gärtnern und sind gespannt wie jedes Jahr auf die ertragreiche Entwicklung.

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