Beerenobst,  Heidelbeeren

Heidelbeeren kaufen – wo gibt’s die besten (Teil 3)

Auch wenn die Beeren ausgezeichnet schmecken und am richtigen Standort kultiviert, reichlich Früchte tragen, ein wenig Arbeit machen sie schon mit der richtigen Pflege. Aber das ist weder ein Hinderungsgrund für den Kauf und eine akzeptable Ausrede, es nicht zu tun, gibt es auch nicht. Zumal der erste Schnitt ohnehin erst fällig wird, wenn der Heidelbeerstrauch wenigstens zwei Jahre in Deinem Moorbeet steht. Frühestens, denn bei einigen Sorten kann damit, je nach Größe, auch noch bis zum dritten oder vierten Jahr gewartet werden. Die wichtigste Regel beim Heidelbeeren schneiden ist auch schnell gelernt: Altes Holz muss weg, Neues bleibt stehen, weil an den jungen Trieben die größten, besten, meisten … und … und Früchte wachsen.

Heidelbeeren schneiden – ein oft angstbesetztes Thema!

Darüber hinaus werden Triebe und Äste, die zu dicht stehen sowie kranke oder abgestorbene Pflanzenteile entfernt. Mit zunehmendem Alter kann auch über einen schwachen Verjüngungsschnitt des Strauchs nachgedacht werden. Stärkere Eingriffe sind in der Regel erst nach acht bis zehn Jahren überlegenswert. Solch ein Heidelbeerstrauch hat im Übrigen eine Lebenserwartung von um die 30 Jahre herum, sodass sich die halbe Stunde im Jahr, die für die Pflegemaßnahmen aufgewendet werden muss, auch wirklich lohnt. Wann der richtige Zeitpunkt zum Heidelbeeren schneiden gekommen ist und wie dabei vorgegangen werden sollte, habe ich in einem Artikel im Lubera-Gartenbuch ausführlich beschrieben.

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Nach dem Schneiden Düngen nicht vergessen

Aber selbst ohne großartige Schnittaktivitäten dürfen regelmäßige Düngergaben bei Heidelbeersträuchern nie vergessen werden. Grundsätzlich ist ein exakt angelegtes Moorbeet der wichtigste und nachhaltigste Dünger für die Heidelbeeren. Der pH-Wert muss allerdings wenigstens alle zwei Jahre kontrolliert und gegebenen Falls nachjustiert werden. Moorbeete sollten immer etwas höher über dem Gartenboden angelegt werden, sodass sich das kalkhaltige Regenwasser nicht lange stauen kann, um gleichzeitig den pH-Wert ansteigen zu lassen. Ein damit einhergehendes Absterben von Trieben aber auch eine Vielzahl von ernst zu nehmenden Welkesymtomen wären die Folge und die Heidelbeere als Flachwurzler würde unweigerlich eingehen. Bewährt hat sich bei den Heidelbeersträuchern die ausschließliche Verwendung eines Langzeitdüngers die jährlich zwei Mal erfolgen kann. Er eignet sich darüber hinaus auch als Startdünger bei Neuanpflanzungen und wird lediglich über den Wurzelraum der Pflanzen vorsichtig eingearbeitet und abschließend mit etwas Erde bedeckt. Auf schon etwas älteren Moorbeeten hilft der Frutilizer Instant blue von Lubera, der nachhaltig sauer und sofort wirkt.

Die Apotheke im Moorbeet – Heidelbeeren sind gesund

Neben ihrem charakteristischen guten Geschmack, der schon fast süchtig machen kann, sind Heidelbeeren außergewöhnlich gesund. Grund genug, Heidelbeerpflanzen zu kaufen und die kleinen blauen Wunder von nun an selbst anzubauen. Die medizinische Bedeutung der Beeren ist durch umfangreiche Feldversuche in den letzten Jahrzehnten mehrfach wissenschaftlich bewiesen worden. Viele Ärzte meinen sogar, dass die Heilkräfte so stark wären, dass es die Heidelbeeren bezüglich ihrer Wirkung mit einer Vielzahl von chemischen Medikamenten aufnehmen könnten. Die enthaltenen und medizinisch wertvollen Anthocyane, Pektine und Gerbstoffe helfen das Herz zu schützen, lindern das Risiko der gefährlichen Arteriosklerose, tragen zur Regeneration älterer Blutgefäße bei und senken das Krebsrisiko. Die blauen Beeren sind gut bei Magen- und Darmbeschwerden und senken die Blutzuckerwerte bei Diabetespatienten.

Dennoch gilt, wie in anderen Bereichen unseres Lebens, dass viel nicht unbedingt viel hilft. Je nach körperlicher Gesamtkonstitution ist das zulässige Tagespensum beim Heidelbeerverzehr bei 100 Gramm erreicht. Und das geht bei den verlockenden kleinen Naschfrüchten leider ziemlich schnell, wenn man sich gerade eine Armlänge entfernt von einem reichlich Früchte tragenden Strauch befindet. Aber keine Angst, dass auch nur eine einzige Beere verderben könnte. Heidelbeeren werden am Strauch immer stufenweise reif und für den Fall, dass die Erntemenge doch mal zu üppig für den Sofortverbrauch wird, die blauen Superfrüchte lassen sich ausgezeichnet konservieren und natürlich einfrieren.

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